Job

Viele Menschen können sich ein Leben ohne Job und Arbeit nicht vorstellen. Andere dagegen können zumindest einen längeren Zeitraum wunderbar ohne Verpflichtungen in den Tag hinein leben und ihre Freizeit sorgenfrei genießen.

Letztlich ist es unerheblich was wir uns vorstellen können oder nicht. Im Normalfall müssen wir aus finanziellen Gründen für unsere Lebensführung arbeiten. Grundbedürfnisse wollen genauso bezahlt werden, wie besondere Wünsche an unseren Lebensstandard oder gar Luxus.

Essen, Trinken, Kleidung und Unterkunft sind typische Grundbedürfnisse. Auto, Mobiltelefon, Notebook und Urlaub kann man jeweils wohl eher als Luxusgut bezeichnen. Wobei vieles davon mittlerweile eigentlich schon zur Standardausstattung des berühmten „Otto Normalverbraucher“ gehört.

ausgleich zwischen arbeit und freizeit

Wichtig ist ein Ausgleich zwischen Job und Freizeit.

Grundbedürfnisse aber auch fast alles anderes, was wir an materiellen Ansprüchen benötigen, kostet Geld. Daher ist der Job und Broterwerb eine wichtige Grundlage unseres Lebens.

Auch wenn wir Glück haben und uns unsere berufliche Tätigkeit Freude macht, kostet sie doch viel Kraft und Energie. Im Vital-Dreieck kommen Gesundheit, Privatleben und Job als die drei Elemente des alltäglichen Lebens zusammen. Das Berufsleben beeinflusst dabei unmittelbar das gesamte Leben und die Gesundheit eines Menschen.

 

Regeneration und Ausgleich

Auch Menschen ohne berufliche Verpflichtung (z.B. Rentner und Pensionäre) haben Verpflichtungen und Tätigkeiten zu erledigen, die nicht der Freizeit zuzurechnen sind. Insofern betrifft das Thema Ausgleich zwischen Freiwilligkeit und Pflicht nahezu jeden.

Vielen Menschen fehlt im wohl verdienten Feierabend einfach die Kraft zum notwendigen Ausgleich und zur Regeneration vom stressigen Arbeitsalltag. Das Ergebnis ist eine Negativbilanz, die sich bei andauerndem Zustand belastend auf die Gesundheit auswirkt.

Zahlreiche Krankheiten und Leiden der heutigen Zeit sind stressbedingt. Besonders typisch hierfür sind Stoffwechselprobleme (Gastritis, Reizdarm, Magengeschwür), Rückenleiden, Migräne, Tinnitus und Depressionen.

Sowohl Körper, Geist als auch Seele leiden durch andauernden Stress. Diagnosen wie Burnout haben Hochkonjunktur und sind unter anderem ein Spiegelbild unserer auf Gewinnmaximierung und ewigem Wachstum ausgerichteten Gesellschaft. Natürlich sind auch weitere gesellschaftliche Faktoren ursächlich, wie etwa mangelnde Entscheidungsspielräume, wenig Beständigkeit und Wertebeliebigkeit.

Probleme bei der Bewältigung der Arbeit gehen fast immer früher oder später einher mit privaten Problemen. Viele Menschen geraten durch ihre schwierigen beruflichen Umstände letztlich an einen depressiven Tiefpunkt ihres Lebens.

Sie sind leicht reizbar, unausgeglichen oder cholerisch. Sie reagieren oft „über“ und zeigen aggressive Verhaltensweisen. In extremen Fällen entsteht ein Gefühl von Ausweglosigkeit bis hin zu Panikattacken, Zwangs- und Angststörungen sowie anderen psychischen Störungen.

Ist erst einmal diese Spirale des Unglücks entstanden, ist eine Genesung des Betroffenen nicht leicht. Für den Betroffenen selbst erscheint sie oft unmöglich.

Wenn man an so einen Punkt angekommen ist, sollte man nicht zu stolz sein professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Man darf aber keine Wunder von anderen erwarten, letztlich kommt es immer auf einen selbst an. Nur man selbst hat den Schlüssel zum Glück in der Hand, andere können allerdings helfen diesen zu erkennen und zu nutzen.

Es mag manchmal nicht so aussehen, aber es gibt immer einen Ausweg. Schauen Sie genau hin! Sehen Sie denn nicht den Silberstreifen am Horizont?!

Man muss jedoch ein glücklicheres Leben wirklich wollen und zu einem eigenen Umdenken bereit sein. Man muss gegebenenfalls auch bereit sein lieb gewonnene Privilegien, einen hart erarbeiteten Status und eventuell den Konsum von Luxusgütern wieder aufzugeben oder einzuschränken.

Sich vom unnötig Angehafteten lösen.

Das Yin-Yang-Prinzip hilft dabei, denn hat man erst die einzelnen Kräfte und Gegenkräfte im Leben erkannt, kann man wieder Ausgleich und Harmonie finden. Im Idealfall sollte natürlich ein totaler Tiefpunkt im Berufsleben vermieden werden.

Wenn man diesen aber leider erreicht hat, kann dies trotzdem der Start zu einem besseren, passenderen Leben sein. Somit also auch eine große Chance.

 

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit

Vom Beginn an des Berufslebens ist die Harmonie zwischen Job und Freizeit wichtig und muss im Alltag zwischen den vielen Aktivitäten gefunden werden.

Es muss neben dem Job auch Platz für Hobbys und Freizeit geben. Dieser Platz wird konkret bestimmt durch den Faktor Zeit und Kraft (Energie). Für ausgleichende Aktivitäten muss sowohl Zeit, als auch Energie zur Verfügung stehen, sonst schläft das Hobby naturgemäß ein und eine wichtige, positive Ausgleichskraft erlischt.

Es muss allerdings auch Leidenschaft im „Spiel“ sein. Dies bedeutet, dass nur meine echten Hobbys meinen Ausgleich garantieren. Abgekupferte oder von anderen aufgezwungene Ausgleichsaktivitäten führen meist nicht dauerhaft zum Glück. Und auch hier gilt: weniger ist oft mehr.

Freizeitstress ist nämlich ebenso blockierend, wie Eintönigkeit und Langeweile. Weder der Hans Dampf in allen Gassen noch der vor Verpflichtung scheuende Couch-Potato sind die richtige Grundhaltung.

Bunte Farben für den Alltag

Ein bunter und ausgeglichener Alltag ist wichtig für ein harmonisches Alltagsleben.

Ebenso ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein nicht zu vernachlässigender Punkt.

Leider gibt es immer noch Arbeitgeber, die von ihren Beschäftigten knallharte und bedingungslose Hingabe erwarten. Jedes Jahr werden die zu erreichenden Vorgaben nach oben gesetzt, denn schließlich möchte das Management „Wachstum“ erzielen. Leider auch allzu oft: Ohne Berücksichtigung der familiären, privaten oder gesundheitlichen Situation. Darunter haben nicht nur Mütter, sondern auch Väter zu leiden!

Beide Elternteile sollten trotz Berufstätigkeit Möglichkeiten haben ihre familiären Aufgaben innerhalb der Familie wahrzunehmen.

Wenn ein Arbeitgeber dies nicht unterstützt und keinerlei Hilfen und Flexibilität anbietet, sollte man über einen Wechsel oder beruflichen Neuanfang nachdenken. Trotz aller auftretenden finanziellen Nachteile ist die Erfüllung des Familienglücks schwerer zu wiegen, als ein Leben in einem höheren (materiellen) Status.

Für Kinder ist die Anwesenheit von Mutter und Vater wertvoller, als noch mehr Spielzeug oder anderer luxuriöser Schnickschnack. Es dürfte einleuchtend sein: ein Bauernhofurlaub mit entspannten Eltern an der Nordsee ist für Kinder schöner, als die Luxus-Fernreise in die Tropen mit gestressten Eltern kurz vor dem Burnout.

 

Kleine aber stetige Veränderungen

Seinen Job zu kündigen ist allerdings der radikalste Schritt. Der Sprung in die Arbeitslosigkeit ist riskant. Lieber sollte man als „Wechselwilliger“, falls möglich, in seinem Job zumindest so lange verharren, bis eine Alternative auftritt.

Dauerhafte Stressreaktionen, Depressionen und Burnout sind mittlerweile anerkannte Krankheiten. Sie berechtigen selbstverständlich den Gang zum Arzt ohne schlechtes Gewissen vor dem Arbeitgeber.

Mildere Maßnahmen als eine Kündigung können manchmal schon ausreichend sein und sind einen Versuch wert. Je schwieriger die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist, desto toleranter ist man allerdings bei der Akzeptanz seiner Arbeitsbedingungen.

Auf jeden Fall sollte man Hilfe und Verbündete suchen. Dies kann der Betriebsrat oder der Personalrat sein. Die Gleichstellungsbeauftragte, die Schwerbehindertenbeauftragte, der Betriebsarzt, der Konfliktbeauftragte oder andere Einrichtungen innerhalb einer Organisation sind ebenfalls Hilfe anbietende Stellen.

Natürlich sollte man auch möglichst offen (sofern möglich) das Gespräch mit den Vorgesetzten und verantwortlichen Personen suchen. In der Regel sollte es mittlerweile in den Firmen das BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) geben.

Hierbei leistet der Arbeitgeber nach einer längeren Krankheit dem Beschäftigten Hilfe, um die Gründe für Krankheit und Arbeitsausfall auf dem Arbeitsplatz zu beseitigen oder zu verringern. Hierzu wird der Beschäftigte zu einem Gespräch eingeladen. Der Arbeitgeber ist laut § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IX dazu verpflichtet.

In der Regel tritt diese Verpflichtung ein, wenn der Arbeitnehmer länger als 6 Wochen im Jahr fehlt. Beim BEM soll es natürlich nicht darum gehen einen Beschäftigten einzuschüchtern, sondern diese Einrichtung ist Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements und zum Schutz der Mitarbeiter gedacht.

Man sollte dieses Gespräch als Betroffener daher dazu verwenden, um bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln. Wenn man dort, unter Umständen mit haus- oder fachärztlicher Hilfe, plausibel Krankheitsgründe auf der Arbeit darstellen kann, ist es möglich Verbesserungen zu erreichen.

Dies können Änderungen der Büroausstattung sein (zum Beispiel höhenverstellbarer Tisch, größerer Monitor, Entfernung von Netzdruckern, Ersatz von Teppichboden bei Allergikern), ein neues Büro (zum Beispiel mehr Licht, weniger Hitze, weniger Lärm, Einzelbüro oder Wechsel des „Büromitbewohners“) oder aber andere Rahmenbedingungen der Arbeit (zum Beispiel Telearbeit, Teilzeit oder neue Aufgaben).

Bevor man seine Arbeitsstelle wechselt, sollte man also versuchen auf diesem Wege Verbesserungen zu erreichen. Oft ist dies möglich und manchmal reichen schon kleinere Verbesserungen, um einen nahezu unerträglichen Arbeitsplatz doch in den „grünen Bereich“ zu bewegen. Zumindest für eine Übergangszeit ist dies vielleicht ein erträglicher Weg.

Sind auch die vorgenannten Maßnahmen kaum von Erfolg gekrönt und ist eben ein Stellenwechsel kaum möglich, wird die Luft dünn. Oft hängt an dem ganzen Thema dann noch mehr, denn schließlich haben viele Menschen ein Eigenheim abzubezahlen. Sofern man Kinder hat, ist deren Wohl auch vom finanziellen Einkommen der Eltern abhängig, was den Druck auf die Eltern erhöht.

Dieser Druck und die kritischen Arbeitsbedingungen können ganz schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Leider kann ein Hilferuf auch nachteilig auf zukünftige Beförderungen oder Gehaltserhöhungen ausgelegt werden.

Aber Karriere und Geld sind nichts im Vergleich zu Ihrer Gesundheit. Eine besser bezahlte Stelle, die mit deutlich mehr Verantwortung versehen ist, darf man auch guten Gewissens ablehnen. Fühlen Sie sich nicht gebauchpinselt, sondern bedenken Sie: Nichts ist umsonst!

Treffen Sie Ihre Entscheidung nicht für andere, sondern immer nur für sich. Weitsichtige Menschen sehen nicht nur das Wachstum, sondern auch die Probleme bei einem mangelnden Ausgleich der Kräfte.

Wenn der Job zu viel Kraft kostet, muss man hinterfragen warum dies so ist. Vielleicht setzt man persönlich die falschen Prioritäten? Vielleicht will man es allen recht machen, obwohl dies gar nicht notwendig ist?

Dies alles sollte man bedenken und gegebenenfalls die Kräfte neu verteilen bzw. am richtigen Punkt gegensteuern.

 

Motivierte Beschäftigte sind das Glück des Unternehmens

Ein Arbeitgeber sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass motivierte Beschäftigte leistungsfähiger sind und geringere Krankheitszeiten aufweisen. Das ist einer der Gründe, warum mittlerweile immer mehr Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle, Job Sharing, Telearbeit oder Sport in der Mittagspause anbieten.

Es kommt natürlich immer auf den Beruf an. Manche Berufe und Gewerbe bieten keine oder kaum Flexibilität. Feuerwehrmänner im Einsatz und Piloten können ihre Arbeit nicht einfach unterbrechen.

Home Office (Telearbeit) ist bei einem Arbeitsplatz mit sensiblen Daten aus Datenschutzgründen nicht möglich, eine Soldatin im Auslandseinsatz im Krisengebiet wird ebenfalls keine Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitmodelle finden.

Trotzdem werden Aspekte wie Teilzeit oder Telearbeit von manchen Arbeitgeber oft zu schnell und wenig durchdacht abgelehnt. Das ist schade, denn in vielen Fällen würde mehr Offenheit von Arbeitgebern und Vorgesetzten hierzu zu einer Win-Win-Situation führen.

Wichtig für die Arbeitszufriedenheit ist auch das Gefühl etwas bewegen und entscheiden zu können. Ganz viele Beschäftigte leiden unter mangelnden Entscheidungs- und Gestaltungsspielräumen.

Der Arbeitszufriedenheit hilft es außerdem seine Meinung sagen zu können. Nicht zu allem und jedem, aber zu den ureigenen Themen am eigenen Arbeitsplatz sollte dies gewährleistet sein. Wird man als Beschäftigter bevormundet und nie konsultiert macht dies unglücklich. Man muss sich außerdem auch einmal „Luft“ machen dürfen, ohne dafür mit zukünftiger Ignoranz bestraft zu werden.

Bei der Berufswahl sollte man sich über die verschiedenen Kräfte und Gegenkräfte an einem potenziellen Arbeitsplatz im Klaren sein.  Es ist intensiv zu prüfen, ob diese mit dem eigenem Fähigkeits- und Charakterprofil im Einklang stehen und eine Chance auf berufliche Harmonie besteht.

Ein häufiger Fehler bei diesen Überlegungen ist das unbemerkte Stärken und Schwächen von eigenen inneren Kräften. Im Volksmund würde man sagen „der hat sich das schön geredet!“.

Man fixiert sich dabei gerne auf eine Eigenschaft, die einem besonders gut gefällt und blendet offensichtliche Nachteile aus.

Das passiert immer wieder gerne – auch in privaten Beziehungen. Im Zweifel hat man aber bei der Berufswahl den großen Vorteil, relativ unbefangen ein Praktikum ohne größere Folgen bei falscher Einschätzung machen zu können.

Lassen Sie sich daher ausgiebig Zeit für eine oder mehrere Schnupperzeiten in die Berufswelt. Lieber ein Praktikum zu viel, als eine falsche Berufswahl. Eine angemessene Orientierungsphase kann Gold wert sein!

 

Enscheidung zur Berufswahl

Die Berufswahl ist ohne Zweifel äußerst entscheidend für unseren Lebensweg. Es ist daher wichtig, eine möglichst passende Wahl zu treffen. Die Berufswahl ist von ihrem Gewicht her durchaus vergleichbar mit einer Heirat. Auch hier möchte man sich zumindest im Optimalfall für ein ganzes Leben binden.

Eine Trennung ist zwar möglich, aber meist schmerzhaft, teuer und riskant.

Bevor man sich für einen Beruf, eine Ausbildung oder ein Studium entscheidet, sollte man sich genau überlegen wo die eigene Stärken, Schwächen und Lebensvorstellungen liegen. Für diese Überlegungen sollte man sich ausgiebig Zeit nehmen, da dies nicht immer so leicht zu erkennen ist. Lieber ein Praktikum zu viel als zu wenig.

Eltern und Freunde können gute Ratgeber sein, sie können aber auch folgenschwere Fehlimpulse an einen jungen Menschen senden oder einfach zu viel Druck ausüben. Deswegen sollten diese Personen als Ratgeber sehr vorsichtig sein mit ihren Tipps.

Und auch bei Beratern gilt Qualität vor Quantität. Wenn ich jeden frage und mir jeder etwas anderes erzählt, weiß ich am Ende weniger die Richtung als vorher.

Eltern neigen oft dazu ihren Kindern das vorzuschlagen, was sie selber gerne gemacht hätten. Aus ihrer subjektiven Sicht ist das gut gemeint und ehrenhaft, kann aber fatale Folgen haben. Ein unausgewogener Ratschlag aus dem Wunschdenken eines Ratgebers kann die natürlichen Kräfteverhältnisse eines jungen Menschen aushebeln und die falschen Kräfte stärken.

Das ist Nährboden für Fehlentscheidungen. Deswegen sollten hier gute Ratgeber die eigenen Kräfte des ratsuchenden Menschen wirken lassen. Sicher können Ratgeber ihre Erfahrungen und Einschätzungen äußern, aber zurückhaltend und ausgewogen.

Ein guter Ratgeber hört viel zu und redet wenig.

Natürlich ist es im Beruf nie unmöglich einen neuen Weg einzuschlagen. Man sollte allerdings dem ausgewählten Job eine aufrichtige Chance geben, denn manchmal ist es erst Liebe auf den zweiten Blick.

Oft sehnt man sich einen Jobwechsel herbei, aber läuft letztlich nur vor eigenen Problemen weg, die in einem anderen Beruf ebenfalls Schwierigkeiten machen würden. Dann ist es besser, man versucht über Änderungen der eigenen Verhaltensweisen und der vorhandenen Rahmenbedingungen den jetzigen Job passender zu gestalten. Dazu gehört natürlich auch das Neinsagen zu lernen und eigene Grenzen zu erkennen und nach Außen anzuzeigen.

Das ist allerdings unbequem und erfordert sachlich-konstruktive (Selbst-)kritik sowie Mut und Geduld. Kommt man zu dem Entschluss, dass ein ganz anderer Beruf zum Beispiel über eine Umschulung erlernt werden sollte, dann ist es auch ein harter Weg.

Generell gilt, dass eine frühe Neuorientierung oft weniger kompliziert ist, als eine lange Leidensphase mit bereits aufgetretenen gesundheitlichen Problemen. In der heutigen Zeit ist ein Berufswechsel immerhin meist leichter als früher möglich. Früher wusste man bereits bei der Geburt eines Menschen, was das Kind einmal werden wird. Diese Zeiten sind heute zum Glück vorbei.

Trotzdem bedeutet oft eine falsche Berufswahl auch heute noch unnötige Leidenszeit, die einen Menschen ein Leben lang negativ beeinflussen kann.